SLOW FASHION
Finde Second Hand Mode, Upcycling Labels, Mode zum Mieten sowie viele Infos & Tipps
Wir alle kennen es wohl, dass Oma noch Kleidung nähte, wenn diese kaputt war und Opa sein grün-braun-kariertes Jacket liebte, welches über 30 Jahre alt war, aber nicht danach aussah. Heute wird Kleidung eher weggeworfen als repariert oder liegt teils ungetragen im Kleiderschrank wie ein Museumsstück.
Viele von uns haben den Bezug dazu verloren, woher unsere Kleidung überhaupt kommt und das wertvolle Rohstoffe als auch Handwerk bzw. Arbeitszeit dahinter stecken.
In Kürze geht es bei Slow Fashion um die stärkere Wertschätzung von Kleidung. Das betrifft Deine bereits im Kleiderschrank hängenden Klamotten als auch gebrauchte neue Teile. Hier gehe ich ausführlicher darauf ein was Slow Fashion bedeutet, was Slow Fashion Marken sind sowie ziehe ein kurzes Fazit zu Slow Fashion vs. Fast Fashion.
Zudem findest Du in diesem Guide sinnvolle Slow Fashion Tipps zu Themen wie Second Hand Kleidung, also wo Du sie erhältst und wo Du Deine guterhaltene Kleidung verkaufen kannst. Auch gebe ich Dir Tipps zu Circular Fashion, wo Du Kleidung mieten und tauschen kannst und warum das sehr sinnvoll ist.
Du möchtest Deinen Kleiderschrank nachhaltiger gestalten, wissen was eine Capsule Wardrobe ist und wie Du diese in 5 Schritten erstellst? — Auch darüber spreche ich hier.
Suche nach Stichwörtern wie z. B. Capsule Wardrobe, Second Hand, Greenwashing, Kleidung mieten, Circular Fashion, etc.SLOW FASHION GUIDE
Second Hand – Upcycling Labels – Mode mieten
SLOW FASHION
Second Hand – Upcycling Labels – Mode mieten
KINDERMODE
SLOW FASHION
INFOS & TIPPS
Die Definiton von Slow Fashion
Was ist Slow Fashion genau?
Slow Fashion steht für eine bewusstere und entschleunigte Art des Umgangs mit Mode.
Die Wertschätzung von Kleidung steht dabei im Fokus. Es geht um Fragen wie: Woher kommt unsere Kleidung? Wie wurde sie hergestellt? Welche Kleidung brauchen wir tatsächlich? Wie können wir unsere Kleidung möglichst lange tragen, pflegen, reparieren oder weitergeben?
Slow Fashion bezieht sich dabei nicht nur auf neu gekaufte Kleidung. Auch Second Hand, Kleidertausch, das Leihen von Kleidung sowie die längere Nutzung und Reparatur bereits vorhandener Kleidung können Teil eines bewussteren Umgangs mit Mode sein.
Slow Fashion steht somit für langlebige, bewusste und achtsame Mode. Es geht darum, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen und bewusster mit Kleidung umzugehen.
Dabei können auch ökologische und soziale Aspekte eine Rolle spielen. Ziel ist ein bewussterer Umgang mit den Auswirkungen unseres Modekonsums auf Mensch, Tier und Umwelt.
Gibt es Slow Fashion Marken?
Wörtlich genommen ist der Begriff „Slow Fashion Marken“ etwas irreführend. Slow Fashion beschreibt in erster Linie ein Konzept bzw. eine Haltung gegenüber Mode und Konsum.
Es gibt jedoch Marken, die sich an einzelnen oder mehreren Grundgedanken der Slow Fashion orientieren. Dazu können beispielsweise langlebige Produkte, zeitlose Designs, faire Produktionsbedingungen, bestimmte Materialien, Reparaturangebote oder transparente Informationen zur Herstellung gehören.
Wenn Du nach Slow Fashion Marken suchst, lohnt sich deshalb ein genauer Blick darauf, welche dieser Kriterien das jeweilige Label tatsächlich erfüllt.
Zu Slow Fashion „Marken“ zählen:
Fair Fashion
Fair Fashion kann ein Bestandteil von Slow Fashion sein. Dabei können sowohl soziale als auch ökologische Kriterien eine Rolle spielen – beispielsweise faire Arbeitsbedingungen, bestimmte Produktionsstandards, zertifizierte Materialien oder der Einsatz von recycelten Materialien.
In meinem Fair Fashion Guide stelle ich Dir verschiedene Modemarken vor. Dort erkläre ich auch ausführlicher: Was ist Fair Fashion?
Gebrauchte, getauschte und geliehene Kleidung
Slow Fashion umfasst auch die längere Nutzung und Weiterverwendung von Kleidung. Dabei können verschiedene Ansätze eine Rolle spielen:
Reuse
Reuse bedeutet, vorhandene Kleidung möglichst lange zu nutzen. Dazu gehört beispielsweise, Kleidungsstücke häufiger zu tragen, zu reparieren, gebraucht zu kaufen, zu mieten oder Kleidung mit Freunden und Familie zu tauschen.
Reduce
Reduce bedeutet, den eigenen Konsum zu hinterfragen und unnötige Neukäufe zu reduzieren.
Statt regelmäßig neue Kleidungsstücke zu kaufen, kannst Du beispielsweise zunächst prüfen, welche Kleidung Du bereits besitzt und tatsächlich trägst.
Recycle bzw. Upcycle
Beim Recycling werden Materialien wiederaufbereitet und für neue Produkte verwendet. Beim Upcycling werden vorhandene Materialien oder Kleidungsstücke kreativ weiterverwendet und zu etwas Neuem verarbeitet.
Beispiele sind Taschen aus alten Jeans, neue Kleidungsstücke aus vorhandenen Stoffen oder andere Produkte aus gebrauchten Textilien.
Slow Fashion Vorteile
1) Du kannst Geld sparen!
Wenn Du bewusster und gezielter einkaufst, können weniger unnötige Neukäufe entstehen. Auch Second Hand, Kleidertausch oder das Leihen von Kleidung können Möglichkeiten sein, Kleidung günstiger zu nutzen.
Das gesparte Geld kannst Du natürlich auch für andere Dinge verwenden – zum Beispiel für Deine nächste tolle bewusste Reise.
2) Du kannst bewusster mit Ressourcen umgehen!
Ein bewussterer Umgang mit Kleidung kann dazu beitragen, weniger neue Kleidung zu kaufen und vorhandene Kleidungsstücke länger zu nutzen.
Auch Second Hand, Reparatur, Kleidertausch oder das Weitergeben von Kleidung verlängern die Nutzungsdauer bereits vorhandener Produkte.
Welche konkreten ökologischen Auswirkungen damit verbunden sind, hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab – beispielsweise von Material, Produktionsweise, Transport, Nutzung und Entsorgung.
3) Du hast mehr Zeit!
Wenn Du weniger Zeit mit ständig wechselnden Trends und spontanen Einkäufen verbringst, kannst Du Dich stärker auf die Kleidung konzentrieren, die Du tatsächlich gerne und häufig trägst.
Eine Capsule Wardrobe kann dabei helfen, den eigenen Kleiderschrank übersichtlicher zu gestalten.
4) Du kannst bewusster konsumieren!
Slow Fashion lädt dazu ein, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen: Brauche ich dieses Kleidungsstück wirklich? Wird es zu meiner vorhandenen Garderobe passen? Wie häufig werde ich es tragen? Kann ich ein vorhandenes Kleidungsstück stattdessen reparieren oder anders kombinieren?
Für mich persönlich ist genau dieser bewusste Umgang mit Kleidung ein wichtiger Bestandteil von Slow Fashion.
5) Du kannst Kleidung länger nutzen!
Kleidung länger zu tragen, zu pflegen, zu reparieren, weiterzugeben oder gebraucht zu kaufen, sind Möglichkeiten, den Lebenszyklus eines Kleidungsstücks zu verlängern.
Damit wird Slow Fashion zu einem langfristigeren Ansatz im Umgang mit Kleidung – Schritt für Schritt und ohne Anspruch auf Perfektion.
Slow Fashion vs. Fast Fashion
Kurz gefasst unterscheiden sich Slow Fashion und Fast Fashion vor allem in ihrem Umgang mit Produktion, Konsum und Modetrends.
Exkurs: Fast Fashion Industrie
Fast Fashion bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem Mode häufig in kurzen Abständen produziert und neue Kollektionen und Trends schnell auf den Markt gebracht werden.
Zu den bekannten Modeunternehmen, die häufig im Zusammenhang mit Fast Fashion genannt werden, gehören beispielsweise H&M, Shein, Zara, Primark, Mango und C&A. Die Geschäftsmodelle und Produktionsweisen der einzelnen Unternehmen unterscheiden sich jedoch und sollten nicht pauschal gleichgesetzt werden.
Kritik an Fast Fashion bezieht sich unter anderem auf den hohen Produktions- und Konsumumfang, kurze Trendzyklen und die damit verbundene häufige Anschaffung und Entsorgung von Kleidung.
Auch die Arbeitsbedingungen entlang globaler Textillieferketten stehen immer wieder in der Kritik. Dabei geht es unter anderem um Löhne, Arbeitszeiten, Arbeitsschutz und weitere soziale Standards.
Bei der Herstellung von Textilien spielen außerdem verschiedene ökologische Aspekte eine Rolle. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz von Wasser und Energie, der Umgang mit Chemikalien, die verwendeten Materialien sowie die Entstehung von Textilabfällen.
Auch beim Thema Nachhaltigkeit lohnt sich ein genauer Blick: Eine Marke kann einzelne ökologische Maßnahmen umsetzen, ohne dass dadurch automatisch alle Bereiche ihrer Geschäftstätigkeit nachhaltig sind.
Wenn Du mehr über Greenwashing erfahren möchtest, findest Du hier meinen Beitrag: Greenwashing Alarm.
Slow Fashion setzt diesem Ansatz einen bewussteren Umgang mit Mode entgegen: weniger impulsive Neukäufe, längere Nutzung, Reparatur, Second Hand, Weitergabe und eine genauere Auseinandersetzung mit den Bedingungen, unter denen Kleidung hergestellt wird.
Slow Fashion bedeutet dabei nicht, niemals neue Kleidung zu kaufen. Es geht vielmehr darum, bewusster zu entscheiden, was wir kaufen, wie lange wir es nutzen und wie wir mit unserer Kleidung umgehen.